Das erste Spritzenhaus wurde 1851 an der Angerpfütze (heutige Zweiradhandlung P. Hörnig) errichtet daneben bestand 1865 eins am Kirchplatz. Am 21. Sept. 1884 wurde das Feuerlöschgerätehaus an der Schrötergasse eingeweiht. Die Ausrüstung die sich anfangs jeder aus eigenen Mitteln beschaffen mußte, bestand bei der freiw. Rettungsschar zuerst aus blau- weiß gestreiften Blusen und Glanzledermütze, seit 1859 aus schwarzen Röcken mit roten Aufschlägen und Kragen und österreichischer Mütze.
1865 wurden Röcke aus Kirchberger Tuch mit grünen Aufschlägen eingeführt, die 1870 wieder weißen Drellblusen und 1881 grauen Tuchjoppen mit roten Kragen weichen mußten. Seit 1886 ist die heutige Uniform eingeführt (Tuchjoppen, nur die 4. Komp. Drellblusen). Der Feueralarm wurde früher durch Trommeln und Signale vom Kirchturm (Sprachrohr, Fahnen, Laternen) geschlagen. Die große Trommel, die im Rathaus hing, konnte jeder rühren, der zuerst den Brand bemerkte. Am 31. Juli 1858 wurde die große Trommel zum letzten Mal gerührt. Um Spenden für die Geschädigten bei dem großen Hochwasser in Glauchau, bei der Meeraner Bevölkerung, zu sammeln. Die Mannschaften wurden durch Signalblasen zusammengerufen, bis am 13. Juli 1903 die elektrische Feuermelde- und Alarmanlage der Feuerwehr übergeben wurde. Sie wurde 1928 unter hohem Kostenaufwand zeitgemäß erneuert.
Jetzt gibt es 20 öffentliche Feuermelder und 40 Alarmanschlüsse für die Wehr. Eine weitere Verbesserung der Großalarmierung erhoffte man von den geplanten Sirenensignalen.
Nicht nur zu hiesigen und auswärtigen Bränden ist die Wehr ausgerückt, sondern sonst stellte sie sich jederzeit der werktätigen Nächstenhilfe zur Verfügung, besonders bei Hochwässern (1858, 1889, 1926). Außerdem versieht sie Absperrungsdienste, Sicherheitswachen z. B. bei Theateraufführungen usw.
Regelmäßige Übungen dienen dazu, die Schlagfertigkeit der Wehr zu erhalten und zu erhöhen, planmäßige Prüfungen durch den Kreisverband im Auftrage der Brandversicherungskammer gewährleisten sie.
Treues Ausharren bei der Wehr und hervorragende Leistungen würdigen die Stadt und der Landesverband durch Dienstauszeichnungen, Reiche Stiftungen standen der Wehr zur Verfügung, leider sind sie durch Währungsverfall entwertet. 1905 wurde die Sterbekasse der Freiw. Feuerwehr ins Leben gerufen. Außerdem sind die Wehrleute gegen Unfall, Invalidität, Sachschaden und Haftpflicht versichert.